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BIOPROS ist ein KOLLEKTIVES FORSCHUNGS PROJEKT mit einer Laufzeit von 3 Jahren gefördert durch das Six Framework Program der Europäischen Kommission. Das Ziel des Projektes ist es Informationen und Wissen über die ökonomische, ökologische und technische Durchführbarkeit von Short Rotation Plants (SRPs) in verschiedenen Regionen und Marktanfordeungen zu sammeln. SRPs sind eine vielversprechende alternative Einkommensquelle für Landwirte. Es werden schnell wachsende Baumarten, als Quelle für Bioenergie oder verschiedene technische Zwecke angebaut. Bewässert und gedüngt wird die Anlage mit Hilfe von Abwässern und Klärschlamm. Anhand dieser Anwendung sind SRP hocheffiziente Systeme zur Biomasse Produktion mit dem zusätzlichen Effekt der kostengünstigen und umweltfreundlichen biologischen Abwasser und Klärschlammbehandlung. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf eine sichere und effiziente Anwendung von Abwässern und Klärschlamm um hohe Erträge und eine ausreichende Behandlungsleistung ohne negative Umwelt- oder Hygieneeinflüsse, zu garantieren. Die allgemeine Wissenslücke über das hohe SRP-Potential und Vorurteile gegen die Anwendung von menschlichen Abfällen sollen während des Projektes minimiert werden. Genauso wie die Barrieren gegen die Nutzung von SRP-Biomasse. Aus diesem Grund werden verschiedene Aspekte zum Thema SRPs, wie z.B. Anwendungsmöglichkeiten und Kosten sowie Gesetzeslage und Standards untersucht. 

Laufzeit: 2005-2008 Budget: 2.729.718 € Partner: EUROPEAN BIOMASS INDUSTRIAL ASSOCIATION (Europa) - Koordinator ASOCIACI N AGRARIA J VENES AGRICULTORES (Spanien) BULGARSKA ASOCIACIA NA FERMERITE (Bulgarien) LANTBRUKARNAS RIKSFÖRBUND (Schweden) KRAJOWRY ZWIAZEK ROLNIKÓW, KÓLEK I ORGANIZACJI ROLNICZYCH (Polen) EESTIMAA TALUPIDAJATE KESKLIIT (Estland) ZWIAZEK SLASKICH ROLNIKOW (Polen) CONFEDERAZIONE GENERALE DELL AGRICOLTURA ITALIANA (Italien) CESKÉ SDRUŽENI PRO BIOMASU (Tschechische Republik) SLOVENSKA ASCOCIACIA PRE BIOMASU (Slowakische Republik) INTERNATIONAL ECOLOGICAL ENGENEERING SOCIETY (Int.) HELMUT LAMP (Deutschland) ANTONIO RAMOIS FERNÁNDEZ (Spanien) GRZEGORZ PLONKA (Polen) ÄTTEVALJA OÜ (Estland) AGROIMPEX LTD. (Bulgarien) BIOMASA, ZDRUŽENIE PRÁVNICKÝCH OSÔB (Slowakische Republik) BIOAZUL S.L. (Spanien) LAQUA TREATMENT AB (Schweden) ETA – ENERGIA TRANSPORTI AGRICOLTURA S.R.L. (Italien) TECHNOLOGIE-TRANSFER-ZENTRUM BREMERHAVEN E.V. (Deutschland) ESTI PÕLLUMAJANDUSULIKOOL (Estland) SVERIGES LANTBRUKSUNIVERSITET (Schweden) ISTITUTO SPERIMENTALE PER LE COLTURE INDUSTRIAL (Italien) SZKOLA GLÓWNA GOSPODARSTWA WIEJSHIEGO (Polen)
Technische Zielsetzungen des BIOPROS Projekts: Erhöhung der Biomasseproduktion in SRP,durch die Nutzung von Abwasser und Klärschlamm für die Bewässerung und Düngung. Das Ermöglichen einer effektiven und sicheren Nutzung von Abwässern und Klärschlamm Transfer des generierte Wissen zu SRP-Endbenutzern (Landwirte), um diesen den Einstieg in den wachsenden Markt der alternativen Biomasseproduktion zu ermöglichen.
Umwelttechnische Zielsetzungen: Erhöhung der Produktion von CO2-neutraler Holzbiomasse, als erneuerbare Rohstoff für verschiedene technische Zwecke. Reduzierung der Nutzung natüerlicher Wasserressourcen. Die Nutzung von chemischen Düngemitteln zu reduzieren. Potentiellen Grundwasserverschmutzungen durch unkontrollierte Wiederbenutzung von Abwässern und Klärschlamm, mit Hilfe der Entwicklung von Standards für sichere und effiziente SRP-Betreibung, vorzubeugen. Die Verbesserung des Bodens auf landwirtschaftlich genutzter Fläche, durch die Bereicherung mit Humus und Nährstoffen.
Langfristige soziale Zielsetzungen: Alternative Einkommensquellen für Landwirte zu öffnen, um ihre Unabhängigkeit von rückgängigen Subventionen (z.B. Allgemeine EU Landwirtschaftspolitik), zu stärken, Arbeitsplätze in speziell ländlichen Regionen und im gesamten Biomassesektor zu schaffen.
Hintergrund: Die Situation für die Europäischen Landwirte hat sich wärent der letzten zehn Jahre stetig verschlechtert hauptsächlich durch den ansteigenden Kostendruck für landwirtschaftliche Produkte. In 2003 hat sich das Einkommen im Landwirtschaftssektor noch mal um ca 20% reduziert, so das viele Landwirte ernste ökonomische Probleme bekamen oder sogar ihr Geschäft aufgeben mußten. Desweiteren ist abzusehen das die bevorstehende Entkoppelung von Subventionen und festen Produktionsraten zu einer weiteren Verschlechterung der Preise führt, besonders für Nahrungsmittel, was die komplizierte Situation für landwirtschaftliche KMUs (kleine und mittlere Unternehmen) weiter erschweren wird. Zusammen mit den neuen Mitgliederstaaten werden mehr als 11,9 Millionen Landwirtschaftliche Betriebe in der EU davon betroffen sein die meisten davon KMUs. Um weiterhin konkurrenzfähig zu sein, müssen Landwirte in ganz Europa alternative Geschäftsideen entwickeln und eine hohe Qualität produzieren. Ein großes Potential alternative Einnahmen zu erzielen ergibt sich für die Produktion von Holzbiomasse in sogenannten Short Rotation Plantationes (SRP). In SRP werden schnell wachsende Baumarten (hauptsächlich Weiden und Pappeln) angebaut, und mit Hilfe von Abwässern und Klärschlamm gewässert und gedüngt. Durch die Nutzung von Abwasser und Klärschlamm wird die Belastung natürlicher Wasserressourcen gesenkt und die Produktion gesteigert bis hin zu 10-12 t Trockenmasse pro Hektar und Jahr. So ergibt sich für SRP Landwirte ein doppeltes Einkommen einmal durch die hohe Produktion von Holzbiomasse und zweitens durch die biologische Behandlung von Abwasser und Klärschlamm. Wirtschaftsstudien haben gezeigt das eine jährliche Produktion von rund 9t pro Hektar und Jahr nötig sind um Gewinne zu erzielen. Desweiteren ist davon auszugehen das die Marktpreise für Holzbiomasse aufgrund des erhöhten Bedarfs an Biomasse, Holzgranulat zum heizen, Biotreibstoff Produktion und andere industrielle Produkte, steigen werden. Wie auch immer, neben dem ökonomischen Potential der Biomasse Produktion, können SRP Betreiber vorallem von der Möglichkeit der Abwasser und Klärschlamm Behandlung profitieren Gerade in gebieten wie den neuen Mitglieds Ländern der EU, mit einer schlechten Anbindung an kommunale Kläranlagen, stellen SRPs eine kostengünstige Alternative zu teuren hochtechnisierten Anlagen da.
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