GREENERGY - KOLLEKTIVES FORSCHUNGS PROJEKT

GREENERGY ist ein KOLLEKTIVES FORSCHUNGS PROJEKT mit einer Laufzeit von drei Jahren gefördert von der Europäischen Kommission. Das Ziel des Projektes ist es die Energiebedürfnisse von Gewächshäusern in verschiedenen Regionen Europas zu erforschen. Wärent des Projekts werden anhand verschiedener Fallstudien verschiedene Werkzeug zur Prüfung der Energieeffizienz, technische Verbesserungsmöglichkeiten so wie ein Handbuch zur Optimierung des Energie Haushaltes in Gewächshäusern entwickelt und getestet, unter der Berücksichtigung der aktuellen und zukünftigen Europäischen Umweltgesetzgebungen.

 

GREENERGY

GREENERGY

Laufzeit: 2004-2007

Budget: 3.061.437 €

Partner:

  • TOMATO GROWER ASSOCIATION (United Kingdom) - Koordinator
  • DANSIH ASSOCIATION OF HORTICULTURE PRODUCER (Dänemark)
  • HORTICULTURE DEVELOPMENT COUNCIL (United Kingdom)
  • ASSOCIATION OF PRODUCERS AND EXPORTERS OF HORTICULTURAL PRODUCTS OF ALMERÍA (Spanien)
  • PANHELLENIC CONFEDERATION OF UNIONS OF AGRICULTURAL CO-OPERATIVES (Griechenland)
  • GENERAL CONFEDERATION OF ITALIAN AGRICULTURE (Italien)
  • FINISH GLASSHOUSE GROWER ASSOCIATION (Finnland)
  • HUNGARIAN FRUIT AND VEGETABLE INTERROFESSIONAL ORGANIZATION (Ungarn)
  • ESTONIAN HORTICULTURE ASSOCIATION (Estland)
  • HONKASEN PUUTARHE OY (Finnland)
  • VAN REUJVIN PAPRIKA (Niederlande)
  • AGROCOMONENTES (Spanien)
  • FARM ENERGY CENTRE (United Kingdom)
  • GÄRTNEREI HANS-JÜRGEN SADOWSKI (Deutschland)
  • VARPIO PUURTARHA OY (Finnland)
  • BIOAZUL SL (Spanien)
  • A. PEARSON & SONS LTD (United Kingdom)
  • AGRONIN (Rumänien)
  • HEVI-KOLMIO OY (Finnland)
  • TECHNOLOGIE-TRANSFER-ZENTRUM BREMERHAVEN (Deutschland)
  • THE ROYAL VETERINARY AND AGRICULTURAL UNIVERSITY (Dänemark)
  • VALTION TEKNILLINEN TUTKIMUSKESKUS (Finnland)
  • WAGENINGEN UNIVERSITY (Niederlande)
  • TECHNICAL UNI. TIMISOARA (Rumänien)
  • UNIVERSITY OF ALMERÍA (Spanien)
  • HERTFORDSHIRE UNIVERSITY (United Kingdom)
  • ESTONIAN AGRICULTURE UNIVERSITY (Estland)

 

Strategische Zielsetzung des GREEBERGY Projekts:

  • Den Energiekonsum in bereits existierenden Gewächshäusern anhand von kleinen Änderungen in der Einstellung und den operativen Prozessen zu verringern.
  • Die Konkurrenzfähigkeit der Europäischen Gewächshausbetreiber zu verstärken, sie befähigen mit den steigenden Kraftstoffpreisen und der externen Konkurrenz umzugehen.
  • Die Emission von Gasen aus den Gewächshäusern, die die Umwelt belasten zu verringern und somit den Gewächshausbetreibern zu assistieren die aktuellen und zukünftigen Umweltregulationen zu erfüllen.
  • Die Adaption von modernen Managementstrategien sowie Standardisierung und Benchmarking in die Gewächshausagrikultur zu initiieren.
  • Das öffentliche Image von den Europäischen Gewächshausbetreibern, die mittels Energieeffizienssystemen anbauen gegenüber den externen Mitbewerbern verstärken.

 

Kurzfristige Ziele des GREENERGY Projekts:

  • Überprüfung der Situation der Europäischen Gewächshäuser in Bezug auf den Energieverbrauch unter verschiedenen klimatischen Bedingungen und Möglichkeiten der technischen Verbesserungen durch geringe oder mittlere Investitionen.
  • Gestaltung eines benutzerfreundlichen Handbuches zur Verbesserung der Energiesysteme in Gewächshäusern durch die Anwendung bestmöglicher Prozesse welches unter anderem auch die oben bereits erwähnten technischen Optimierungen beinhaltet.
  • Entwicklung einer Software für die Überprüfung der Energieeffizienz in Gewächshäusern. Das den aktuellen Energieverbrauch dem optimierten Verbrauch eines Referenzgewächshauses gegenüber stellt, welches durch eine Simulation mit reallen meteorologischen Daten erstellt wurde.
  • Erstellung eines europäischen Qualitätsstandards für effizienten Energiekonsum in Gewächshäusern anhand des oben erwähnten Überprüfungswerkzeugs.
  • Entwicklung von Trainingsmaterial und Wissenstransfer zwischen den Partnern.
  • Verbreitung der Projektergebnisse zwischen den relevanten Interessenvertretern (Andere Assoziationen, Gewächshausbetreibern, etc.) über das Internet, Veröffentlichungen in relevanten Magazinen des Sektors, relevanten Tagungen, Präsentation auf Konferenzen und Handelsmessen, etc.

 

Langfristige Ziele des GREENERGY Projekts:

  • Die Energiesysteme von bereits existierenden Gewächshäusern zu verbessern, um einen effizienteren Gebrauch der Energie zu erzielen und somit die Umweltregulationen in den verschiedenen Europäischen Produktionsgegenden zu erfüllen.
  • Vorschlagen und initiieren des europäischen Qualitätsstandards für effiziente Energienutzung in Gewächshäusern.
  • Das allgemeine Wissen der KMUs und deren Fähigkeit im Europäischen und globalen Markt zu konkurrieren zu erhöhen.
  • Eine anhaltende und umweltfreundliche Gewächshausproduktion zu erlangen.

 

Hintergrund:
Gewächshäuser bieten einen gute Möglichkeit der Produktions und Qualitätskontrolle und somit die Möglichkeit ein hohe Produktivität für Produkte wie Gemüse, Blumen oder Zierpflanzen mit einer hohen Qualität zu erzielen.Der europäische Markt für Gemüse und Zierpflanzen ist groß und Konkurrenz betont, mit dem verlangen der Kunden nach hoch qualitativen Produkten. Zur Zeit werden mehr als 30% des Gemüses und der Früchte auf dem Europaischen Markt in Gewächshäusern gezüchtet.Und durch die Ost Erweiterung des EU-Marktes wird Europa zum größten Abnehmer von Gewächshausprodukten weltweit. Europa ist darüberhinaus auch einer der größten Produzenten von Gewächshausprodukten. Von 220.000 Hektar Gewächshäuser Weltweit entfallen 80.000 Hektar auf Gewächshäuser in Europa, ca 36%. Bis Ende 2001 ist diese Zahl schon bis auf 100.252 Hektar gestiegen. Betrachtet man die Marktstruktur so stehlt man fest das mehr als 90% der Gewächshausbetreiber kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind. In Europa sind mehr als 500.000 Menschen in diesem Sektor beschäftigt. Einer der wichtigsten Faktoren für Gewächshausbetreiber sind die Energiekosten. Europäische Betreiber müssen mit anderen ausländischen Betreibern konkurrieren die geringere Lohn und Produktionskosten haben und ihre Waren ganzjährig anbieten können. In Europa wiederum muß man davon ausgehen das die Lohnkosten sowie die Transportkosten weiter steigen werden so das ausländische Produzenten ihre Waren im Vergleich zu europäischen Produzenten noch preisgünstiger anbieten können. Um weiterhin Konkurrenzfähig zu bleiben müssen europäische Gewächshausbetreiber ihre Produktionskosten senken, was hauptsächlich über eine Senkung der Energiekosten zu realisieren ist. Das Probleme der Energiekosten betrifft alle europäischen Produktionsgebiete wenn auch auf verschiedene weise.

-Nord-West-Europa:In den Nord europäischen Ländern machen die Energiekosten ca 50% der gesammten Produktionskosten aus. Strom wird hier hauptsächlich zum heizen verwendet, darüberhinaus für zusätzlich Belichtung und für die Zufuhr und Kontrolle von Feuchtigkeit und CO2 Gehalt.

-Neue Mitgliedstaaten: Das größte Problem osteuropäischer Betreiber ist die Nutzung von Energiesystemen mit einer unzureichenden thermalen und elektrischen Effizients, dieses steigert die Produktionskosten und somit die Gesamtkosten. Normalerweise wird ein System aus Brenner und Heißwasserrohren genutzt um die gewünschte Temperatur im Gewächshaus zu erreichen. Diese Systeme sind ineffizient und nicht umweltfreundlich und erzeugen große Mengen an Abgasen, welches auf Grund der strengen Umweltrichtlinien der EU dazu führt das diese Betreiber Probleme haben ihre Waren auf dem europäischen Markt zu platzieren.

-Süd Europa:Dieser Sektor ist betroffen durch Klimatische und damit verbundene Technische Probleme. Im Sommer sind die Temperaturen zu hoch für die Produktion und im Winter sinkt die Produktivität und Qualität durch unzureichende Beheizung wenn die Temperaturen unter 12°C fallen. Darum ist es wichtig durch Kühlsysteme die Betriebssaison im Sommer zu verlängern und im Winter durch zusätzliche Beheizung die Produktivität und Qualität zu steigern.

Parallel zum Druck durch ausländische Konkurrenz müssen sich europäische Produzenten auch dem wachsenden Interesse an umweltfreundlicher Produktion stellen. Von Seiten der Europäische Union wurde schon reagiert und beschlossen das Koyoto Protokoll zu erfüllen. Die Union wird sich dafür einsetzen die Emission von Gewächshausgasen von 2008 bis 2012 um 8% verglichen zum Jahre 1999 zu reduzieren.Um dieses Ziel zu erreichen wird eine reihe von neuen Umweltregularien aufgestellt speziell die Emission von Luftschafstoffen betreffend. Diese strengeren Direktiven werden direkt auf die Gewächshausheizsysteme zielen und bedrohlich werden für die Gewächshausbetreiber deren Anlagen nicht in der Lage sind die neue Emissionsstandarts zu erfüllen. Für die Betreiber in den neuen Mitgliedsländern ist die Situation noch schlechter da hier die Heizsysteme schon die zur Zeit geltenden Standards nicht erfüllen können. Im Angesicht dieser Situation ist es essentiel für die Betreiber von Gewächshäusern in ganz Europa ihre Energiekosten zu senken.Viele Möglichkeiten und Lösungsansätze zur Reduzierung des Energieverbrauchs in Gewächshäusern sind bekannt, trotzdem werden die meisten von ihnen nicht von den Landwirten genutzt. In den letzten Jahren haben einige europäische Länder wie Dänemark und die Niederlande verschieden Forschungsprojekte zur Steigerung der Energieeffizients in Gewächshäusern betrieben und dabei teilweise Erfolg gehabt. Trotzdem wurden diese Forschungsergebnisse nicht in praktische Anwendungen für die Betreiber umgewandelt. Grund dafür sind auf der einen Seite hohe Investitionskosten und fehlendes Wissen sowie der schlechten Zugang zu praktischen Erfahrungen der Betreiber.